25 Tipps von 25 Gründern zum ersten Startup (Part 1)

Das Gründen eines Startups stellt den zukünftigen Gründer vor viele neue Herausforderungen. Als Führungsperson muss er durch zeitnahe Entscheidungen sein Unternehmen so leiten, dass es diese Herausforderungen möglichst erfolgreich meistert. Oft wünscht man sich nach einer erfolgreichen Gründung jedoch, dass man einige Sachen doch gerne bereits vorher gewusst hätte.

Dazu haben die beiden Firmen rejoiner und Grasshopper eine Präsentation auf Slideshare veröffentlicht, welche 25 Entrepreneure befragt, die bereits ein Startup gegründet haben. Und alle 25 beantworten die gleiche Frage:

Was hättest du gerne gewusst bevor du dein erstes Startup gegründet hast?

#1: Du musst nicht gleich zu Beginn wissen, wie man alles richtig macht.
Dan Martell, Gründer von Clarity
Stattdessen sollte man gut darin werden, die richtigen Antworten bzw. den richtigen Rat zu finden. Wer sich darauf fokussiert, sollte so gut wie jede Herausforderung meistern können.

#2: Ich wünschte ich hätte gewusst wie man Preise testet.
Neil Patel, Mitgründer von CrazyEgg
Denn als deren Unternehmen auf Drängen ihrer Kunden eine niedrigere Preis-Option einführten, wussten sie noch nichts über das Testen von Preisen. Dies führte dazu, dass sich durch den günstigen Preis zwar die Neuanmeldungen steigerten, die Gesamteinnahmen aber zurückgingen.

#3: Es ist ziemlich schwierig einen Kunden zu gewinnen, so dass er für mein Produkt bezahlt und es genauso magisch findet wie ich.
Nick Francis, Mitgründer und CEO von HelpScout
In den ersten Jahren ist die Kunden-Akquise das absolut wichtigste für den Gründer. Denn Kunden kommen nicht von alleine und meist auch nicht sehr schnell. Dieser Prozess kann eine große Herausforderung für das Unternehmen sein.

#4: Du wirst mit deiner Arbeit nie „fertig“ sein, all deine Aufgaben beenden, alle gewünschten Funktionen einbauen oder das perfekte Design erreichen. Das ist die Realität.
Allan Branch, Mitgründer von LessAccounting
Branch und sein Kollege Steve Bristol brauchten einige Zeit bis sie erkannten, dass die 80 Stunden Arbeit, die jeder von den beiden pro Woche in das Startup steckte, statt zu einer Verdoppelung der Entwicklungsgeschwindigkeit eher zu einem Burnout führt. Seit dieser Erkenntnis arbeiten sie lieber 40 produktive Stunden die Woche und erinnern uns daran, dass Arbeit dazu da ist uns ein ergiebiges Leben zu ermöglichen.

#5: Die Leute um dich herum beeinflussen deinen Erfolg mehr als du es dir vorstellen kannst.
Leo Widrich, Mitgründer von Buffer
Leute um einen herum, die wirklich etwas tun anstatt nur darüber zu reden, können der ausschlaggebende Funke für Erfolg oder Misserfolg eines Startups sein. Selbiges gilt für den eigenen Fortschritt.

#6: Zeit ist das wertvollste was du besitzt.
Renee Warren, Mitgründerin von Onboardly
Erst nach Jahren fing Renee Warren damit an, sich nur noch auf zielführende Dinge einzulassen und zu Interviews, Nebenprojekten oder einem „10 Minuten Gespräch“ auch NEIN zu sagen. So möchte sie ihre Zeit sinnvoll investieren, um sich auf die wichtigsten Aktivitäten des Tages, der Woche oder des Monats zu konzentrieren.

#7: Nicht nur das Entwickeln eines Produkt kostet Zeit, sondern auch die Akzeptanz der Nutzer für das Produkt.
Poornima Vijayashankar, Gründerin und CEO von Femgineer
Die Gründerin beschreibt die Akzeptanz der Nutzer als Kreislauf: Zuerst braucht man Leute aus dem Mainstream, die etwas zugänglicher zu Veränderungen sind (keine Early Adopter), und die mein Produkt entdecken. Anschließend müssen sie den Mehrwert erkennen, das Produkt testen und es dann kaufen, um es richtig zu nutzen. Und falls sie dann so richtig davon begeistert sind, erzählen sie vielleicht auch wiederum anderen Leuten davon.

#8: Entwickle schnellstmöglich einen öffentlichen, funktionierenden Prototypen und erweitere diesen in rasender Geschwindigkeit.
Ari Tulla, Mitgründer und CEO von BetterDoctor
Anfangs hatte das veröffentlichte Beta-Produkt der Gründer so wenig Funktionen, dass sie nur eine geschlossene Beta launchen konnten und somit nur sehr wenig Feedback bekamen. Letztendlich dauerte es über ein Jahr bis zum ersten komplett stabilen Launch, was eine sehr lange Zeit ist, um endlich Nutzer-Feedback in notwendiger Anzahl zu bekommen.

#9: Sei dir der Möglichkeiten bewusst, so dass du planen kannst Vorteile aus diesen zu ziehen.
Andrew Angus, Mitgründer und CEO von SwitchVideo
Gerne hätte Andrew Angus einen besseren Plan entwickelt um weniger Fehler zu machen. Denn häufig reagiert man nur auf neue Ereignisse, anstatt eine richtige Strategie fahren zu können. Letztendlich habe er aber viel von seinen Fehlern gelernt und kann so weiterhin erfolgreich sein.

#10: Rate nicht, was zukünftige Kunden vielleicht Zahlen könnten, sondern stütze dich auf den Wert, den das Produkt bietet.
Mike Arsenault, Mitgründer von Rejoiner
Indem man die meist gewünschten Funktionen der Kunden damit kombiniert, wieviel sie dafür ausgeben würden, kann man sich eine fundierte Grundlage für die Preisfindung schaffen. Diese sollte einerseits die richtigen Kunden anziehen und andererseits den dadurch größtmöglichen Profit für das Unternehmen bringen. Zudem gibt es noch weitere Methoden um die Ideale Preisstrategie zu finden.

#11: Nimm keinen Rat von jemandem an, der das was du erreichen willst nicht selbst auch tut oder getan hat.
Ethan Bloch, Mitgründer von Digit.co

#12: Ideen sind super. Aber wer wird das nutzen und wie werden sie davon erfahren?
Kapil Kale, Mitgründer von GiftRocket
Diese Fragen sollte man sich immer wieder stellen, bis man alle kritischen Funktionen entdeckt hat, welche man benötigt um sein Produkt so nützlich zu machen, dass Nutzer ihren Freunden davon erzählen.

Die Tipps der weiteren 13 Entrepreneure sind demnächst in einem folgenden Artikel zu finden.


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